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Hundeerziehung ohne Stress - die wichtigsten Tipps

Hundeerziehung ohne Stress - die wichtigsten Tipps

7 Tipps zur richtigen Hundeerziehung

Der Hund ist der beste Freund des Menschen. Ein Hund liebt seinen Menschen und ist für gute Behandlung ewig dankbar. Das kann leicht dazu verleiten, den Hund zu verziehen. Gerade kleine Hunde werden oft gehätschelt und getäschelt, sie sind ja ach so niedlich und der Mensch kann ihnen keinen Wunsch abschlagen. Weder einem kleinen noch einem großen Hund tut man damit einen Gefallen. Ein Hund braucht eine gute Erziehung, um sich zu einem angenehmen Zeitgenossen zu entwickeln.

Wie erzieht man nun seinen Hund richtig?

 

Der Mensch ist der Chef

Dieses Gebot steht an oberster Stelle. Wenn der Hund das Sagen hat, wird das Zusammenleben anstrengend. Hunde sind Rudeltiere und im Rudel gibt es immer einen Boss. Das ist für Hunde selbstverständlich und sie akzeptieren es problemlos. In der Pubertät zum Beispiel testet jeder Hund gerne mal seine Grenzen aus. Da sollte man kein Auge zudrücken, sondern konsequent sein. Sonst kann dies Verhaltensprobleme zur Folge haben. Wer möchte schon gerne einen Hund zu Hause haben, der ununterbrochen aufgedreht ist, kläfft, bettelt und seinen Menschen herumkommandiert. Für den Menschen ist ein derartiges Verhalten anstrengend und im Grunde fühlt sich der Hund dabei auch unwohl. Denn ein Hund kann viel gelassener und entspannter sein, wenn er nicht die Führung übernehmen muss.

Der Mensch sollte in der Hundeerziehung wissen, was er will und dieses konsequent aber ohne Gewalt durchsetzen. Ein guter Chef zeichnet sich dadurch aus, dass er gerecht, ruhig und überlegen ist. Das macht bei dem Hund Eindruck und er wird sich gerne unterordnen. Positive Verstärkung ist zudem ein gutes Mittel, den Hund zu motivieren.

D.h., hat der Hund etwas gut gemacht, wird er gelobt oder bekommt auch mal ein Leckerli.

 

Kommandos müssen eindeutig kommuniziert werden

In der Hundeerziehung sind kurze Kommandos wichtig. Einen langen Satz versteht ein Hund nicht. Redet man ununterbrochen auf den Hund ein, so versteht er höchstens "bla bla bla bla" und wird nach kurzer Zeit abschalten. Ein Kommando sollte immer das gleiche sein und kurz und prägnant gegeben werden. Auch die Haltung und die Gestik des Menschen sollte eindeutig sein, damit der Hund sie richtig versteht.

Eindeutige Kommandos sind zum Beispiel "Sitz", "Platz" und "Bleib". Diese kann der Hund lernen. Lange Sätze, wie "setzt sich doch mal hin" oder "bleib doch mal da" sind für den Hund völlig unersichtlich.

Eine gute Kommunikation funktioniert nur, wenn der Mensch stets die gleichen, eindeutigen Kommandos gibt und das in einer ruhigen, bestimmten Art und Weise mit einer eindeutigen Körpersprache.

 

Belohnen ja, aber richtig

Ein Hund braucht eine Rückmeldung, sonst versteht er nicht, ob er etwas richtig oder falsch gemacht hat. Darum sollte man ihn belohnen, wenn er das gewünschte Verhalten zeigt. Es ist jedoch wichtig, ihn zeitnah zu loben, damit er die Belohnung auch mit der Handlung verbinden kann. Also bitte nicht erst den Abwasch zu Ende machen, wenn der Hund brav Sitz gemacht hat, sondern direkt belohnen. Als Belohnung kann ein lobendes Wort, eine Streicheleinheiten oder auch ein Leckerchen funktionieren. Mit einem Clicker kann man die Belohnung noch gezielter einsetzen. Der Klick ist ein kurzes, prägnantes Geräusch, dem ein Leckerli folgt. Der Hund lernt sehr schnell "Klick" heißt richtig und gut. Allerdings sollte man das Clickertraining gründlich erlernen, damit keine Fehler unterlaufen. Am besten lässt man es sich von einem ausgebildeten Trainer zeigen. Eventuell funktioniert es auch mit einem Buch.

 

Leinenführigkeit ist ein weiteres Thema

Ein Hund sollte an der Leine laufen können. Er sollte dabei nicht wild ziehen, sein Herrchen oder Frauchen nicht hinterher schleifen und nicht jedes Mal verrückt werden, wenn ihm jemand entgegenkommt oder er einen anderen Hund sieht. Dafür müssen klare Befehle gesetzt werden wie zum Beispiel "bei Fuß". Der Hund muss lernen, sich voll auf den Menschen zu konzentrieren. Das setzt allerdings zumindest zunächst voraus, dass der Mensch sich voll auf den Hund konzentriert. Geht man zum Beispiel mit seinem Hund los und er zieht an der Leine, einfach mal stehen bleiben oder schnell die Richtung wechseln, so wird der Hund merken, dass er aufpassen muss. Wer sich jedoch erst mal eine Weile gedankenverloren hinter seinem Hund herziehen lässt, hat eigentlich schon verloren. Hundeerziehung erfordert Aufmerksamkeit und Konsequenz als auch Gerechtigkeit vom Besitzer.

 

Der Jagdtrieb, manchmal ein Problem

Ein Hund mit einem ausgeprägten Jagdtrieb kann problematisch werden. Es erschwert den Freilauf erheblich. In vielen Fällen ist es gar nicht so einfach, den Jagdtrieb einzudämmen. Man kann zum Beispiel mit Schleppleine mit dem Hund üben, nicht jedem Reh hinterher zu jagen. Der Hund ist dabei an einer langen Leine, mindestens 10 m lang, rennt er unkontrolliert los, stoppt ihn die Leine nach 10 m. Manch ein Hund lernt so, dass Weglaufen keine Option ist.

Wichtig ist jedoch, dass der Hund genügend Abwechslung hat, seinen Jagdtrieb anderweitig ausleben kann, zum Beispiel mit Ballspielen. Auch sollte er genügend Aufmerksamkeit bekommen, damit er nicht aus lauter Langeweile jagen geht.

 

Das Alleinbleiben von klein auf an üben

Man sollte den Hund von Welpen auf an langsam und in kleinen Schritten daran gewöhnen, alleine zu bleiben. Nicht immer kann man seinen Hund überall mit hinnehmen und umso wichtiger ist es, dass er einige Stunden entspannt zu Hause ruhen kann. Dies kann man in winzigen Schritten mit dem Hund trainieren, zum Beispiel, indem man zunächst nur für ein paar Sekunden den Raum verlässt und dies immer mehr steigert, bis man irgendwann aus dem Haus gehen kann.

 

Hundeerziehung fängt beim Welpen an

Man sollte wissen, dass Welpen nur eine kurze Aufmerksamkeitsspanne haben. Man kann sie leicht überfordern und darum sollte man nur in ganz kurzen, maximal einige Minuten langen
Einheiten mit ihnen trainieren. Wenn sie noch jünger sind, sogar noch weniger. Allerdings sollte man den Welpen nichts durchgehen lassen. Von Anfang an sollte eine Erziehung konsequent und ruhig erfolgen, damit unerwünschtes Verhalten gar nicht erst entsteht.

Ein Welpe braucht Abwechslung, damit er sich nicht langweilt. Er braucht aber ebenso ausreichende Ruhezeiten. Diese sind wichtig, damit er psychisch wie physisch gesund bleibt.

 

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Fazit

Hundeerziehung kann manchmal anstrengend sein, macht aber auch Spaß und schön ist es doch, wenn man zu guter Letzt einen Hund hat, der vertraut, der ruhig ist, der gehorcht und der sich zu einem angenehmen Zeitgenossen entwickelt hat. Es lohnt sich, einige Zeit darein zu investieren!