Woran erkenne ich eine gute Hundepension?

6 Tipps, wie Ihr eine gute Hundepension erkennt
Ratgeber

6 Tipps, wie Ihr eine gute Hundepension erkennt

Die Entscheidung steht fest, der Urlaub soll ins Ausland gehen, der Hund muss anderweitig untergebracht werden. Bekannte, Verwandte und Freunde kommen aus unterschiedlichen Gründen nicht infrage, so bleibt nur die Hundepension. An und für sich keine schlechte Alternative, jedoch sollte man sich im Vorfeld gründlich informieren.

Nur - worauf soll man nun achten, bei der Auswahl der Hundepension?

Verschiedene Faktoren sollten erfüllt sein

Der Betreiber der Hundepension sollte einen Sachkundenachweis nach Paragraf elf des Tierschutzgesetzes vorweisen. Angestellte, die eine Ausbildung als Tierpfleger oder Hundetrainer haben sind ein gutes Zeichen, denn sie sind für ihren Job zertifiziert.

Gut ist zudem, wenn es die Tierpension schon länger gibt und man zum Beispiel Referenzen im Internet findet.

Die Ausstattung der Pension ist ebenso ein entscheidendes Kriterium. Die Hundezimmer sollten groß genug sein, Zwinger sind nicht zu bevorzugen, gesicherte Auslaufflächen sind ein Muss.

Selbstverständlich sollte alles sauber und ordentlich sein, was nicht heißt, dass ein paar Hundehaare oder ein bisschen Dreck irgendwo zu finden sein kann. Schließlich werden Tiere betreut, diese machen Dreck, doch genau dieser sollte regelmäßig weggeräumt werden.

Auch die Lage der Pension ist entscheidend. Eine Pension in der Stadt ist tendenziell ungünstig, ruhig und ländlich gelegene Pensionen sind zu bevorzugen. Denn im Wald kann ein täglicher Spaziergang geleistet werden, der zu physischen und psychischen Gesunderhaltung des Tieres beiträgt.

Es sollte auf jeden Fall auch nachts jemand in der Pension sein, denn sonst kann nicht gewährleistet werden, dass die Tiere 24 Stunden optimal betreut werden. Ein Hund kann auch in der Nacht krank werden. Darum ist wichtig, dass immer jemand da ist.

Ein Pluspunkt ist, wenn das Personal nicht so häufig wechselt. So hat der Hund Gelegenheit, sich an die Menschen zu gewöhnen und wird nicht von ständig wechselnden Personen irritiert.

Es sollte Pflicht sein, dass der Hund einen gültigen Impfpass hat, denn dies weist darauf hin, dass die Pension auf die Gesunderhaltung der Tiere achtet.

Medikamente müssen regelmäßig verabreicht werden. Bitte vorher fragen, ob dies extra kostet.

Es sollte auf jeden Fall ein Betreuungsvertrag abgeschlossen werden, der ganz klar die Rechte und Pflichten beider Parteien regelt.

Zahlungen und Stornierungsfristen müssen im Vorfeld geklärt werden.

Genauso sollten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen transparent sein und eingesehen werden können.

 

Bevor der Hund nun die Hundepension kommt, sollte man einiges beachten

Wichtig ist, dass im Vorfeld ein Kennenlerntermin vereinbart werden konnte. So kann man sich vor Ort überzeugen, ob die Pension das hält, was sie verspricht. Bei der ersten Kontaktaufnahme wird man einen Eindruck von den Gegebenheiten vor Ort und dem Personal bekommen. Ein bisschen muss man sich da auf sein Gefühl verlassen, man merkt ja, ob man sich wohl fühlt oder nicht. Da der Besitzer seinen Hund kennt, wird er erkennen, ob der Hund in dieser Pension gut aufgehoben ist oder ob dies nicht der Fall ist.

Den Hund zum Kennenlerntermin mitzunehmen ist eine gute Sache, denn so merkt man sofort, wie das dortige Personal mit dem eigenen Tier umgeht.

Bevor nun ein längerer Aufenthalt des Hundes in der Hundepension geplant ist, sollte man im Vorfeld die Pension testen. Eine gute Möglichkeit ist, dem Hund für ein oder zwei Tage Urlaub zu gönnen und dann zu schauen, wie er sich danach verhält. Wer gleich wochenlang wegfährt und seinen Hund in der Pension lässt, riskiert unter Umständen, dass die Atmosphäre dort nicht passt und der Hund verstört nach Hause kommt.

Auch sollte man im eigenen Interesse darauf achten, dass der Hund einen gültigen Impfstatus hat. Über mögliche Medikamente, die die Tierpension verabreichen soll, muss diese im Vorfeld aufgeklärt werden.

Ebenso sollte man Informationen zurücklassen. Die Pension sollte informiert sein über aktuelle, chronische oder Vorerkrankungen des Hundes. Zudem sollte es eine Adresse oder Telefonnummer geben, unter der man selber Notfall zu erreichen ist. Der Tierarzt, der den Hund bisher behandelt hat, sollte den Betreibern genauso bekannt sein, so dass, wenn etwas passiert, problemlos alles für den Hund getan werden kann.

Eine Hundehalterhaftpflichtversicherung sollte zudem bestehen. Denn wenn der eigene Hund einen Sachschaden verursacht oder andere Hunde bzw. Menschen verletzt, ist man gut abgesichert. Die Versicherungsdaten sollten der Hundepension ebenfalls bekannt sein, damit sie im Ernstfall eine Schadensmeldung vornehmen kann.

Ebenso sollte man die Pension umfassend über das Wesen des Hundes aufklären. Wenn mit besonderen Problemen zu rechnen ist, zum Beispiel mit Aggressionen, sollten die Betreiber der Pension darüber Bescheid wissen. Denn schließlich müssen Sie dem Problem gewachsen sein. Das sollten Sie im Vorfeld entscheiden dürfen.

Das Verhalten des eigenen Hundes gegenüber anderen Hunden sollte der Pension genauso mitgeteilt werden. Denn schließlich ist es wichtig im Freilauf nur Gruppen zusammenzustellen, die vom Wesen her zueinander passen. Raufbolde haben da leider nichts zu suchen. Ist der eigene Hund nicht verträglich, darf er nur alleine in den Freilauf.

Angsthunde brauchen ebenfalls eine enge Betreuung, damit sie die Zeit des Urlaubs unbeschadet überstehen. Gerade für Angsthunde ist ständig wechselndes Personal negativ, denn diese Hunde brauchen jemanden, auf den sie sich in der Zeit der Abwesenheit des Besitzers einstellen können.

Andere Kleinigkeiten und Zipperlein, wie zum Beispiel ein Hund, der nicht stubenrein ist, sei es, er hat es noch nicht gelernt, sei es, er ist inkontinent, sollten ebenfalls im Vorfeld bekannt sein.

Kurz um, die Pension ausreichend zu informieren ist nicht nur gegenüber dem Betreiber sondern ebenso gegenüber dem Tier fair und unerlässlich. Schließlich soll der Aufenthalt für den Hund so angenehm wie möglich sein. Das geht nur, wenn die Pension über die Schwierigkeiten des Tieres informiert ist und mit diesen umgehen kann.

 

Buchung

Gute Hundepensionen sind häufig im Vorfeld ausgebucht. Darum ist es wichtig, sich rechtzeitig zu informieren und den Aufenthalt zu buchen. Kurz vor dem Urlaub kann dies zu spät sein. Eine gute Planung ist also angesagt.

 

Preise

Die Preise für eine Hundepension variieren stark je nach Qualität und Angebot. Der Preis sollte jedoch nicht im Mittelpunkt stehen, denn das Wichtigste ist, dass der Hund gut aufgehoben ist.

Durchschnittlich kostet eine Pension zwischen 20 und 50 € täglich. Auch die Größe des Hundes spielt bei dem Tagespreis eine Rolle.

Extras kosten in der Regel mehr. Damit kann man auch auf 100 € täglich kommen.

Auch Pensionen mit zusätzlichen Angeboten wie beheiztem Hundepool oder ein Hundezimmer mit Teppich, Sofa oder sogar einem Fernseher sind normalerweise teurer als andere.

Bei der Wahl der Pension ist jedoch eine angenehme Atmosphäre und ein sensibles Umgehen mit den Tieren das erste Kriterium der Wahl.

 

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