Urlaubszeit: Woran man eine gute Hundepension erkennt

6 wichtige Punkte, woran man eine gute Hundepension erkennt
Ratgeber

6 wichtige Punkte, woran man eine gute Hundepension erkennt

Die Sommerzeit kommt, die Urlaubsplanung beginnt, nicht nur für den Menschen, auch für den Hund muss ein Quartier gefunden werden. Denn nicht immer ist ein Urlaub gemeinsam mit dem Hund möglich. Wer ins Ausland reist oder auf Dienstreisen geht, kann seinen Hund häufig nicht mitnehmen. Für diese Zeit ist es gut, wenn das Tier anderweitig optimal untergebracht ist.

Hundepensionen gibt es viele zur Auswahl. Die Frage ist nur, wie man die passende Pension für den eigenen Vierbeiner findet?

Die Ausstattung

Eine gute Pension ist gut ausgestattet. Schlaf- und Wohnboxen oder Zwinger müssen groß genug sein und klimatisiert und beleuchtet. Sollte der Hund seinen Aufenthalt im Zwinger verbringen müssen, ist ein Zugang nach draußen unerlässlich. Die Zwinger müssen genauso wie Freiläufe hinreichend gesichert sein, damit auch ein möglicher Ausbruchskünstler keine Chance hat.

Es dürfen nur Tiere zusammen in einer Wohnunterkunft sein, die sich verstehen. Unverträgliche Hunde müssen eine Einzelunterkunft bekommen.

Eine gepflegte Anlage ist zumindest ein Aushängeschild. Zwar ist Sauberkeit nicht alles, aber eine verdreckte Pension, die nach Urin und Hundekot riecht, weist darauf hin, dass mit den Tieren nicht sorgsam umgegangen wird.

Futternäpfe, Wassergefäße und Schlafplätze sollten sauber und ordentlich sein. Nicht nur, weil dies schön aussieht, sondern weil von Verunreinigungen auch die Gefahr der Übertragung von Würmern oder anderen Parasiten ausgehet.

 

Die Betreiber

Die Betreiber der Hundepension sollten über einen Sachkundenachweis nach Paragraf elf des Tierschutzgesetzes verfügen. Außerdem sollte die Pension vom Veterinäramt geprüft sein, über eine gewerbliche Anmeldung und eine Haftpflichtversicherung verfügen.

Wenn die Angestellten noch eine Ausbildung als Tierpfleger oder Hundetrainer haben ist dies optimal. Dann ist garantiert, dass sämtliche Mitarbeiter über genügend Wissen verfügen, adäquat mit den Hunden umzugehen.

 

Der Personalschlüssel

Die Einrichtung sollte auf jeden Fall über genügend Personal verfügen, um die aufgenommenen Tiere individuell versorgen zu können. D.h., dass ein Betreuer nicht mehr als 5-10 Hunde unter seiner Aufsicht haben sollte.

 

Der Betreuungsvertrag

Bevor man seinen Hund in die Pension gibt, sollte ein Betreuungsvertrag abgeschlossen werden. Diesen sollte man sich durchlesen und gegebenenfalls Rückfragen stellen. Ein Betreuungsvertrag dient ebenso zur Absicherung der Pension. Wird ein Hund zum Beispiel innerhalb von Wochen nicht abgeholt, geht er in den Besitz des Betreibers der Pension über. Auch gibt es die Möglichkeit, dass die Pension den Hund als Pfand behält, wenn der Halter nicht bezahlt.

 

Erfahrungsberichte

Rezensionen im Internet können bei der Wahl der passenden Pension behilflich sein. Existiert eine Pension schon länger haben wahrscheinlich einige ihrer Erfahrungen diesbezüglich im Internet mitgeteilt. Diese Bewertungen mögen individuell sein, sie geben trotzdem einen gewissen Aufschluss darüber, wie es um die Qualität der Pension bestellt ist.

Auch beim örtlichen Tierschutzverein oder beim Tierarzt kann man sich über die Pension erkundigen. Sollten es Beschwerden geben, werden diese dort meistens eingereicht.

 

Informationen

Eine gute Hundepension wird sich im Vorfeld detailliert über den Hund informieren. Details zum Impfschutz, zu Fressgewohnheiten, zu Eigenheiten und individuellen Vorlieben des Tieres machen eine Einschätzung leichter und dienen auch der Vergesellschaftung mit anderen Hunden. All dies ist nötig, um optimal auf das einzelne Tier eingehen zu können. Verhaltensprobleme wie zum Beispiel Aggressionen oder Ängste sollten im Vorfeld besprochen werden. Nicht jede Pension ist jedem Hund gewachsen. Darum ist dies vorab abzuklären.

Das Alter des Hundes spielt ebenfalls eine Rolle. Senioren brauchen eine besondere Betreuung, häufig mehrmals täglich Futter, Medikamente und ausreichende Ruhezeiten. All dies sollte vor dem Aufenthalt geklärt sein.

 

Besichtigung der Pension

Es ist stets sinnvoll, vor dem Aufenthalt des Hundes die Pension zu besichtigen. Denn vor Ort sieht man, wie die Gegebenheiten wirklich aussehen. Schöne Fotos können überall stehen, die Wirklichkeit ist aufschlussreicher. Auch wird man vor Ort einen Eindruck von den dortigen Tieren bekommen. Wirken die Hunde entspannt oder sind Sie gestresst? Wie viele Hunde sind gemeinsam untergebracht? Wie gehen die Mitarbeiter mit den Hunden um?

Eine gute Sache ist, den eigenen Hund zum Besichtigungstermin mitzubringen. Dann bekommt man sofort einen Eindruck davon, wie das Personal mit dem geliebten Tier umgeht.

Ein adäquater Umgang mit den Hunden ist unerlässlich, damit man seinen Vierbeiner nach dem Urlaub entspannt in Empfang nehmen kann und dieser nicht plötzlich unter unerklärlichen Störungen leidet.

 

Testaufenthalt

Bevor man einen längeren Urlaub plant, sollte man versuchen, seinem Hund ein paar Tage Urlaub in der ausgesuchten Pension zu gönnen. So kann man im Vorfeld checken, ob der Hund sich dort wohl fühlt und man guten Gewissens verreisen kann. Wird das Ganze schon für ein paar Tage schwierig, werden ein paar Wochen in dieser Pension dem Hund sicher nicht gut tun.

 

Vorbereitungen für den Aufenthalt

Der Hund sollte einen gültigen Impfstatus haben. Dazu sollte die Pension über etwaige Erkrankungen informiert sein. Dies bezieht sich auch auf Vorerkrankungen oder chronische Erkrankungen. Es muss sichergestellt werden, dass eine medikamentöse Versorgung, falls diese nötig ist, geleistet werden kann. Der behandelnde Tierarzt sollte der Pension bekannt sein. Ebenso sollte man eine Telefonnummer oder Kontaktmöglichkeit hinterlassen, in der man im Notfall zu erreichen ist. Eine Haftpflichtversicherung ist ebenfalls von Vorteil, denn der Hund kann einen Sachschaden anrichten oder im schlimmsten Fall sogar andere Hunde oder Menschen verletzen. Für diesen Fall abgesichert zu sein, ist eindeutig von Vorteil. Einige Pensionen nehmen keine Hunde ohne Haftpflichtversicherung auf.

 

Buchung

Wichtig ist, frühzeitig zu buchen, denn gute Pensionen sind häufig schnell ausgebucht. Kurz vor dem Urlaub wird es zu spät sein, die passende Pension zu finden. Wer sich rechtzeitig kümmert, braucht sich hinterher keine Sorgen zu machen.

Bei der Buchung sind auch Stornierungsfristen zu beachten. Diese sollten im Vorfeld festgelegt sein. Dann kann es im Nachhinein nicht zu Streitereien kommen. In einem guten Vertrag sind solche Details geregelt. Allgemeine Geschäftsbedingungen sollten transparent sein und eingesehen werden dürfen.

 

Preise

Die Preise für Hundepensionen variieren je nach Qualität stark und auch die Größe des Hundes spielt unter Umständen eine Rolle.

Der Preis sollte nicht entscheidend sein, denn der Hund soll einen genauso angenehmen Urlaub erleben wie man selbst.

Im Großen und Ganzen kann man mit einer Preiskategorie von ca. 20-40 € pro Tag rechnen.

Manche Pensionen sind sogar etwas billiger, andere mit toller Ausstattung wie zum Beispiel einem Hundepool und Zimmern mit Sofas, können durchaus auch teurer sein.

Der Preis sollte den angebotenen Leistungen entsprechen. Qualität ist nicht günstig, aber wer spart schon an seinem geliebten Vierbeiner?

Für einen angenehmen Urlaub für beide Seiten rentieren sich ein paar Euros mehr durchaus.

 

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