Hundepension: Kosten für die Betreuung Ihres Lieblings

Hundebetreuung - Kosten und Alternativen
Ratgeber

Hundebetreuung - Kosten und Alternativen

Ob Sommer- oder Winterurlaub, am schönsten ist der Urlaub meist, wenn der Hund dabei ist. Leider schränkt dies auch die Reiseziele ein. Nicht in jeder Pension ist ein Hund gern gesehen, auch Ferienhäuser sind mitunter nur an Familien ohne Tiere zu vermieten. Eine Reise ins Ausland gestaltet sich mit dem Hund schwierig. Einreisebedingungen und Impfpflichten müssen eingehalten werden. Auf Dienstreisen ist der Hund in der Regel ebenfalls nicht gern gesehen. Und falls die Oma oder der Opa krank wird und gepflegt oder besucht werden muss, besteht manchmal auch nicht die Möglichkeit, das Hündchen mitzunehmen.

Für alle diese und viele weitere Fälle ist es nützlich, dass es Hundepensionen gibt. Denn nicht immer gibt es Freunde oder Verwandte, die helfend zur Seite stehen können.

Um die passende Hundepension zu suchen, sollte man sich vorher gründlich informieren.

Was ist nun zu beachten?

Informationen einholen

Viele Hundepensionen haben Internetauftritte und Bewertungen. Diese Bewertungen sind zwar rein subjektiv, können jedoch trotzdem bis zu einem gewissen Grad hilfreich bei der eigenen Entscheidungsfindung sein.

Hat man Zweifel an der Seriosität der Hundepension, ist der örtliche Tierarzt oder ein Tierschutzverein ein Ansprechpartner. Denn diese sind in der Regel über mögliche Missstände informiert.

Ist dies schon einmal alles klar, per Internet und Ferndiagnose gefällt die Pension, sollte man sie sich im nächsten Schritt vor Ort anschauen.

Am besten den eigenen Hund gleich mitnehmen, dann bekommt man sofort einen Eindruck davon, wie die Mitarbeiter mit dem Hund umgehen.

Vor Ort wird man feststellen, ob alles sauber und ordentlich ist, wie die Tiere untergebracht sind und welchen Eindruck sie machen. Gestresste und nervöse Hunde sind ein negatives Zeichen. Auch wenn der Aufenthalt in der Hundepension für den Vierbeiner eine Ausnahmesituation ist, sollte er sich dort wohl fühlen. Das eine oder andere Tier mag schlecht damit fertig werden und ein wenig aufgedreht sein, aber der Großteil der Hunde sollte einen entspannten und ruhigen Eindruck machen.

Schlussendlich muss man sich zu einem Teil auf sein Bauchgefühl verlassen. Lässt man die Atmosphäre auf sich wirken, wird man schnell merken, ob es dort entspannt und souverän zugeht. Man kennt sein eigenes Tier und wird einen Eindruck davon bekommen, ob es sich in der ausgewählten Hundepension wohl fühlen wird.

 

Die Unterbringung

Eine familiäre Hundepension, bei der die Tiere für die Dauer ihres Aufenthaltes ein Teil der Familie sind, ist in der Regel zu bevorzugen. Denn so hat der Hund für die Zeit der eigenen Abwesenheit ein Ersatzherrrchen oder ein Ersatzfrauchen. Ein im allgemeinen aufgeschlossener Hund wird sich damit arrangieren.

Wenn es so familiär nicht gewährleistet werden kann, dann mindestens so individuell wie möglich. Betriebe, die mit Schlafbereitschaften und 24 Stunden Diensten arbeiten sind für Hunde gut, denn der Hund muss sich nicht ständig auf wechselndes Personal einstellen. Dies könnte ihn nervös machen.

Unterbringung in Zwingern ist nicht die schönste Variante. Wenn jedoch Hunde in Zwingern untergebracht werden, sollten diese auf jeden Fall über einen Innen- und Außenbereich verfügen. Im Winter sollte der Innenbereich selbstverständlich geheizt sein, denn der Hund soll nicht frieren.

Zwinger und Freiläufe müssen entsprechend gesichert sein, so dass die Hunde nicht ausbrechen können.

Für die Unterbringung in Zimmern gilt dies natürlich ebenfalls. Zimmertüren gehören abgeschlossen oder die Türklinken nach oben gedreht, damit die Hunde nicht selbstständig Türen öffnen können. Viele große Hunde haben es durchaus gelernt, mit der Pfote eine Klinke aufzumachen. Das sollte selbst verständlich nicht passieren!

Hundegruppen sollten nach Größen und Charakteren zusammengestellt werden. Es kann für den Hund durchaus angenehm sein, für die Zeit der eigenen Abwesenheit in einem kleinen Rudel zu leben. Allerdings muss der Hund dafür unbedingt verträglich sein und die Hunde, die miteinander leben, müssen zueinander passen.

Dies fordert ein sensibles Vorgehen der Mitarbeiter. Denn diese müssen konkret schauen, welche Hunde sich verstehen.

Dafür ist es wichtig, dass man der Pension im Vorfeld genügend Informationen über den Hund und sein Verhalten, seine Vorlieben und seine Abneigungen zukommen lässt.

Kleine Hunde sollten tendenziell unter sich sein. Sie laufen sonst Gefahr, unter großen Hunden unterzugehen.

Bei Senioren ist ein genaues Hinschauen immer wichtig. Denn ein alter Hund geht möglicherweise im Rudel unter.

Kurz um, Hundegruppen können eine Bereicherung für die Hunde sein, aber es muss eben passen!

 

Die Versorgung

Dass die Hunde regelmäßig gefüttert werden, ist selbstverständlich. Wenn Medikamente gegeben werden müssen, sollte dies möglich sein, es muss jedoch im Vorfeld abgeklärt werden.

Sauberkeit und Ordnung ist zwar nicht alles, aber das Gelände sowie Trink- und Futternäpfe als auch Schlafplätze sollten regelmäßig gereinigt werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Übertragung von Würmern und anderen Parasiten so gering wie möglich gehalten wird.

Besteht eine Impfpflicht in der Pension, ist es durchaus lobenswert, denn dies weist darauf hin, dass die Betreiber auf die Gesundheit der Tiere achten.

Hunde im Freilauf sollten nicht sich selbst überlassen werden. Auch der Freilauf braucht eine Beobachtung und Betreuung. Zumindest einmal täglich sollte ein Spaziergang stattfinden, um dem Hund genügend Abwechslung zu bieten.

 

Organisatorisches

Eine Hundepension sollte gewerblich angemeldet, haftpflichtversichert und vom Veterinäramt geprüft sein. Der Betreiber sollte zertifiziert sein, eine Ausbildung als Tierpfleger oder als Hundetrainer ist ein derartiges Zertifikat.

Am günstigsten ist, wenn die Mitarbeiter ebenfalls über eine entsprechende, oben genannte Ausbildung verfügen.

Dann ist auf jeden Fall gesichert, dass genügend Wissen für die Hundebetreuung vorhanden ist.

Ein Betreuungsvertrag ist unerlässlich, um die Rechte und Pflichten beider Seiten zu regeln.

Stornierungsfristen sind in diesem Vertrag ebenfalls geregelt. So kann es im Nachhinein nicht zu Streitereien kommen.

 

Buchung

Es empfiehlt sich, so zeitig wie möglich zu buchen, denn gute Pensionen sind häufig schon lange im Vorfeld ausgebucht.

 

Preise

Qualität hat seinen Preis, aber nicht immer ist teuer gleich gut und billig gleich schlecht. Dies bleibt im individuellen Fall zu beurteilen. Die oben genannt Kriterien können dafür hilfreich sein.

Zwischen 20 und 40 € pro Tag sollte man für den Hund in der Pension rechnen. Eine gute Pension ist ihren Preis wert, der Hund soll es in der eigenen Abwesenheit gut haben, so macht es keinen Sinn, an dieser Stelle zu sparen. Schließlich soll es für Hund und Mensch ein angenehmer Urlaub sein!

 

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